Karl WendlingerBavariasports
  Klaus Bachler für Risiko belohnt  
 

Beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters in Oschersleben:

Klaus Bachler wurde für Risiko belohnt

Steirer holt heute mit seinem Porsche 911 GT3-R nach toller Aufholjagd noch
Rang 6 – und mit Simona de Silvestro für Precote Herberth Motorsport wichtige
Punkte für die Meisterschaft – gestern gab‘s dagegen viel Pech

Mut kann man nicht kaufen – dieses alte Sprichwort hat sich Klaus Bachler heute beim zweiten Lauf zum ADAC GT Masters in Oschersleben verinnerlicht: Er war einer von wenigen Piloten, die beim Fahrerwechsel bei noch feuchten und schwierigen Bedingungen volles Risiko nahmen und auf Slicks wechselten. Simona de Silvestro übergab den Porsche 911 GT3-R von Precote Herberth Motorsport auf P15. Bachler startete daraufhin eine Aufholjagd, pflügte durch das Feld, und landete schlussendlich noch auf dem sechsten Platz – der bedeutet zugleich wichtige Punkte für die Meisterschaft!

Klaus Bachler: „Mir war das Risiko schon bewusst. Aber wenn du so weit hinten bist, musst du einfach etwas probieren. Ich hab‘ das Risiko genommen, und wurde dafür belohnt. Nach dem gestrigen Pech war das heute sehr, sehr wichtig.“

Apropos gestern: Da lief es von Anfang an nicht nach Wunsch. Das begann schon im Qualifying, wo Bachler auf seiner schnellen Runde in Sektor 1 die schnellste Zeit fuhr, dann aber Verkehr bekam. Beim zweiten Versuch stoppte ihn dann „Rot“. Im Rennen lief es dann zunächst weit besser. Von Startplatz 15 aus, arbeitete sich Bachler auf dem Kurs in Oschersleben, wo Überholen an und für sich nur ganz schwer möglich ist, bis auf Rang 9 vor, ehe de Silvestro übernahm. Doch schon in ihrer ersten Runde wurde sie von einem Konkurrenten berührt, drehte sich und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Am Ende wurde es Platz 21.

Klaus Bachler: „Trotzdem das Qualifying nicht gut verlief, waren wir auf dem Weg zu einem Top-Ten-Platz. Da ist es dann schon sehr ärgerlich, wenn so etwas passiert. Aber wir haben das gut weggesteckt, und heute eine sehr gute Leistung abgeliefert.“

Weiter geht es für Klaus Bachler in zwei Wochen: Da steht auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich der zweite Lauf zur GT World Challenge Europe auf dem Programm.



 
Klaus Bachler